Unser Haus

FĂŒr Zwischendurch …

Stauraum Klappen und EingangstĂŒre. Bei unserem Fzg. in puncto Isolierung ein manchmal laestiger Schwachpunkt. TĂŒre – bzw die Profile der Klappen sind ohne thermische Trennung aufgebaut, bei uns ĂŒbrigens Aluminium. Metall leitet, gerne und gut, WĂ€rme wie Kaelte. Bei Temperaturen bis ca. 12 Grad kein Problem. Sinkt die Temperatur aendert sich das, die Luft nimmt weniger Feuchtigkeit auf und schlaegt sich an den kuehlen Stellen nieder. Kondenswasser entsteht (Taupunkt ist erreicht). Bei unserer ordentlich gedĂ€mmten Box braucht man noch lange keine Heizung. Da wĂŒrde die warme Luft die Feuchte aufnehmen und alles wĂ€re gut (kennt ihr ja beim beschlagenen Badezimmer Spiegel der nach dem duschen nur mit dem Föhn klar zu bekommen ist). So aber sind wir morgens mit einem kleinen Laeppchen bewaffnet um die nicht unbetrĂ€chtlichen Mengen Wasser wegzuwischen bevor es sich irgendwo lustig einnistet und gemĂ€chlich rummodert.

KM Stand 86.503 (Dezember 2020)

Seit August sind wir wieder unterwegs. Ca. 5.000 km sind wir jetzt mit dem neuen Fahrwerk (DFF Federn, Marquard Daempfer, Einbau KUNZMANN) unterwegs. Nur zur BestĂ€tigung, ein komplett anderes Fahrzeug. Der Stabi auf der Hinterachse sorgt fĂŒr mehr Spur bei kurvigen Passagen oder Richtungswechsel bei höherer (:-) ) Geschwindigkeit, der Rest sorgt fĂŒr den komplett vermissten comfort. Unvorstellbar wie wir bisher unterwegs waren. Geschichte!

Unsere neue Dachluke von HĂŒnerkopf bringt eine neue QualitĂ€t auf unser Dach. Lediglich kann es bei geöffneter Klappe und wenn der Regen schrĂ€g ankommt, passieren dass es reinregnet. Grund – es gibt keine SchĂŒrze die das Wasser abhĂ€lt. Sonst alles gut.

Mit der Trenntoilette kommen wir gut klar. Jetzt nach 4 Monaten im Dauerbetrieb hat sie sich bewĂ€hrt. Gerade weil die Entsorgung besser zu handeln ist. Beim frei stehen in der Natur können wir die Entsorgung mit ruhigem Gewissen steuern. Hier in Portugal mussten wir einige unschöne Situationen sehen – ist aber ein anderes Thema. Was wir feststellten ist das bei niedrigen Temperaturen (weniger als 13 Grad) und hoher lĂ€nger andauernder Luftfeuchte die Prozesse ins Stocken geraten. Der Inhalt verklumpt zu schnell und die 21 Tage bis zur nĂ€chsten Leerung schaffen wir nicht. Das WC Papier entsorgen wir getrennt. Die Reinigung der Toilette (nicht der FeststoffbehĂ€lter) ist kompliziert. Es gibt einige Stellen die schwierig oder nicht zu erreichen sind. Einige scharfe Kannten machen es nicht einfacher. Aber anyway eine Erleichterung ist die allemal.

Als etwas lĂ€stig und teuer empfinden wir jetzt den Bedarf an AdBlue. Ich meine 2.500 km 7 Liter fĂŒr 10€ und immer einen Kanister an Bord sind schon irgendwie blöd.

Wir hatten folgende Reparaturen 

83.677 km undichte Stelle am Filter zum Kurbelwellen GehÀuse (PCV Filter). Defekter Dichtungsring. Ersetzt bei Daimler, Spanien. Top Service

 

Bei Truck Works, Spanien
PCV Filter
Top Service, voll nett und kompetent
Defekter Dichtring

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

83.980 km Solarregler setzt aus. Hatten wir noch nie – alter Trick Sicherung raus und wieder rein hat auch hier geklappt.

 

84.751 km Quietschende GerĂ€usche aus dem Motorraum. Etwas KĂŒhlflĂŒssigkeit tropft auf die Vorderachse. Man will es nicht akzeptieren, ahnt es aber schon – die Wasserpumpe. Austausch bei FUSO Cardan in Gujamaraes, Portugal. Wenn die es nicht wissen, wir sind schließlich im FUSO Land. Unkompliziert und schnell, vielleicht gerade wegen unserer „perfekten“ portugiesischen Sprachkenntnisse. Jetzt lĂ€uft wieder alles perfekt. 

Sieht aus wie Kryptonite ist aber Coolant
Defekte Wasserpumpe
Kommt spĂ€ter bestimmt i.g. zurĂŒck ins Ersatzteil Regal
Durften auf dem Hof ĂŒbernachten 👍. FUSO Gujamaraes.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

AllmÀhlich lösen sich erneut die Schellen der beiden SchlÀuche zum Intercooler. Muss ich demnÀchst ersetzen. Keine Ahnung warum, aber das passiert wohl öfter.

Bei einer der regelmĂ€ĂŸigen Kontrollen hier und da haben wir Feuchtigkeit im Zwischenboden entdeckt. Da schaut man ja nicht stĂ€ndig rein – sollte man aber. In unregelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden prĂŒfen wir Schraubverbindungen an wasserfĂŒhrenden SchlĂ€uchen. Durch das GerĂŒttel kann sich ja mal was lösen. Am EinfĂŒllstutzen zum Wassertank gibt es eine undichte Stelle, das ausgetretene Wasser sucht sich den tiefsten Punkt und bleibt da. Alles was saugfĂ€hig ist nimmt Feuchtigkeit auf fĂ€ngt irgendwann an zu gammeln. Aber – Gefahr erkannt Gefahr gebannt. 

Alle 4-5 Wochen reinigen wir die Syphons und AbwasserschlĂ€uche zum Abwassertank. Die setzen sich  schnell zu. Gerade Seife, Bartstoppeln, Rasierschaum und Haare fĂŒhlen sich in den engen Rohren und EckstĂŒcken wohl. 

Sonst klettert unser FUSO fleissig die Berge rauf und runter, bewĂ€ltigt  Off-road Passagen ohne zu murren, ĂŒbersteht StĂŒrme und Regen und freut sich unterwegs zu sein.

 

KM Stand 81.090 (Juli 2020)

Mittlerweile haben wir unser Fzg., nach 8 wöchiger Überfahrt von Veracruz in Mexiko nach Deutschland,  gesund und munter in Hamburg abgeholt. Kein Einbruch und kein Versuch. GlĂŒck gehabt. Es steht einiges an Arbeiten am Fahrzeug an, so geht es schnell zurĂŒck in die Heimat, Termine mit den WerkstĂ€tten vereinbaren etc.. Wir wĂŒrden ja gerne schnellstmöglich weiter.
Zuerst TÜV erneuern, den 80 tsd. KM Service erledigen und Windschutzscheibe erneuern (diese ist seit Kanada gerissen). Unser Werkstatt Partner der 1. Wahl ist die Fa. KUNZMANN in Stockstadt. 
Wir nutzen die Gelegenheit um gleich weiteres bzgl unseres Fahrwerks zu besprechen.

Unsere 2. Fahrt fĂŒhrt nach Heimsheim bei Pforzheim zum Aufbauer. Es gibt kleinere Ärgernisse die bei der Übernahme beanstandet wurden und jetzt korrigiert werden sollen. Das GROßE Problem stellen unsere undichten Fenster dar. Bei unserem Aufenthalt in Belize, der ersten Station mit heftigen RegenfĂ€llen, erfahren wir dass 5 von 6 Fenstern undicht sind. Wasser tritt bei 2 Fenstern durch die Griffe und bei 5 an der Verbindung zwischen Box und Fensterrahmen ein. Die Eintrittsstellen lassen sich nur schwierig lokalisieren.

 

Wasser im Haus. Steckdosen abkleben, HandtĂŒcher ausbreiten und bei Regen zur Wache im Haus bleiben. Nachts schwierig zu ĂŒberwachen. 

Offensichtlich gab es ĂŒberaus starke VersĂ€umnisse beim Einbau/Aufbau.  Die vorhergegangene Kommunikation mit dem Aufbauer lief fĂŒr uns wenig aufschlussreich oder lösungsorientiert. Fakt im aktuellen Zustand können wir in den regenreichen Gebieten Zentralamerikas nicht bleiben. Die vorgeschlagene Lösung zurĂŒck in die USA (?) zu reisen und die Reparaturen dort durchfĂŒhren zu lassen ist keine Option – der Vorschlag erfolgt eher aus Unwissenheit. Nicht nur der weite Weg (10 tsd km  hin & zurĂŒck) sondern auch Aufwendungen fĂŒr die US Fzg Versicherung, der Zeitaufwand, Fahrtkosten etc. machen die Aktion unrentabel und ist ungleich aufwendig. Die bevorstehende unberechenbaren Auswirkungen der Pandemie erleichtert die schwierige Entscheidung die Reise zu unterbrechen und letztlich verschiffen wir zurĂŒck. 
Vor Ort in Heimsheim erfahren wir endlich dass beim verkleben und verfugen der Fenster die Einbaurichtlinien nicht ausreichend umgesetzt wurden. Daher die undichten Stellen. FĂŒr unser Empfinden hĂ€tte dieses EingestĂ€ndnis, seitens des Aufbauers, viel frĂŒher erfolgen mĂŒssen. Das Verhalten verwundert uns nicht wirklich. Mithilfe der Techniker von KCT wurden alle Fenster ausgebaut, neu verfugt, verklebt und gekonnt wieder eingebaut. Der jetzige Eindruck erscheint uns um einiges hochwertiger. Fehler passieren, aber man sollte dazu stehen – Nicht einmal eine Reklamation dieses Umfangs bewegt die GL zu einem kundennahen Verhalten.

Unsere nĂ€chste Station ist erneut die Fa KUNZMANN. Jetzt geht es ans Fahrwerk. Das ist uns seit lĂ€ngerem ein Dorn im Auge. Auf guten deutschen Straßen gerade noch ertrĂ€glich, woanders (fĂŒr uns) kaum fahrbar. Mittlerweile  ist ein erprobtes Federn / DĂ€mpfer Paket erhĂ€ltlich. Die Federn kommen von DFF, die DĂ€mpfer von Marquardt. Der Einbau und Justierung verlangt Know How und sollte auch sofort funktionieren – fĂŒr uns gibt es nur den Weg zum Team unseres Vertrauens. Die ModalitĂ€ten schnell besprochen, hinzu noch den Stabi fĂŒr die Hinterachse und nötige Unterbodenkonservierung geordert.

Alles wird zum vereinbarten Termin fertig. Optisch ein Traum, alles wie neu. Aber das Fahrverhalten – hat sich der Aufwand gelohnt? Ja auf alle FĂ€lle und besser als erwartet! Bisher nervige FahrbahnschĂ€den, Kanaldeckel, Querrillen etc. federn  wir jetzt weg. Ein neues Auto! Wir sind happy und freuen uns ĂŒber den super Job und Service der Fa KUNZMANN, so sollte es sein. Nicht kompliziert, sympathisch, perfekte Kommunikation, kompetente Abwicklung – Spitzenklasse. Alles gesagt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Upgrade erfĂ€hrt auch unser Dach. Endlich werden wir die Dachluke „Heki“ los. Das Fliegenrollo ließ Moskitos durch, Haube wirkte wie ein Brennglas, Kurbel verabschiedet sich schnell und bei Hitze verzieht sich das Teil so daß das Sonnenrollo auch nicht funktioniert.

 

Luke „M“ 3 -fach verglast

 

Jetzt sind wir mit der Luke von HĂŒnerkopf bedacht. Ein sehr interessanter Termin im abgelegenen Neukirchen. Super professionelles Unternehmen, routiniert und sauberste Arbeit vor Ort. Ein großer Vorteil dieser Luke – sie passt in den Heki Ausschnitt, so muss nichts nachgeschnitten werden. Wir finden – eine gute Alternative. 

 

Media Autohaus

Kunzmann aus 2019

Die abenteuerliche Weltreise im FUSO von Susanne und Jens Wolf

KM Stand 76.400 (Januar 2020)

Wer auf den aktuellen Fenster Status wartet muß sich noch etwas gedulden. DafĂŒr gibt es ein paar wenige Basicfeatures ĂŒber die wir berichten möchten. 
Unser Tarp z.B. begleitet uns schon seit Beginn unserer Reisen. Leistet tolle Dienste und wir möchten es nicht missen. Eine gĂŒnstige & praktikable Alternative. SchĂŒtzt gegen Regen und Sonne, kann als Duschvorhang fĂŒr die Außendusche verwendet werden und wenn es nicht gebraucht wird verschwindet es klein verpackt mit 2 Stangen im Keller. Befestigt wird es mit Karabinern an unserer Zurrschiene bei stĂ€rkerem Wind oder Regen an 5 Punkten sonst an 3. 

Tarp und Alukiste

Seit unserem letzten Service haben wir 2 neue Anbauteile. 1. Tankschutz und 2. eine Alukiste fĂŒr unseren Generator. HĂ€ufig trifft man auf echt gute Handwerker, solide Leistung & Können und immer einen Trick oder die  Lösung parat. Außerdem hört man nie: Haben Sie einen Termin – oder, Oh das sieht nicht gut aus das schaffen wir nicht – und wenn so frĂŒhestens in 2 Wochen. Oder auch „Das wird aber teuer und besser lassen sie es einfach“.Oder Zu wenig Leute und das Material muss ich erst beschaffen das kann dauern. … 

 

Tankschutz

 

Reifen sind sensibel. Um die Jungs besser im Blick zu haben verwenden wir Reifendruck Sensoren. Ist sehr interessant zu sehen wie sich die DrĂŒcke und Temperaturen bei den unterschiedlichen Bedingungen wie Außentemperatur, Geschwindigkeit, oder Höhe verĂ€ndern. Außerdem beruhigt es wĂ€hrend der Fahrt zu sehen dass die Luft drin bleibt.

Ein grĂ¶ĂŸerer Fleck auf der Bremstrommel hat uns etwas beunruhigt. Eine undichte Stelle – nein alles gut. Um die hintere Adapter Platte zu lösen brauchten wir ein Spezialwerkzeug. Ein Werkzeugmacher aus der Umgebung erledigt das unkompliziert und sofort. (siehe Video Werkzeug)

Video Werkzeug


Der FUSO Zubehör Katalog bietet diese Sonnenblenden an. Speziell auf die FUSO Fenster zugeschnitten. Gegen Sonne und Neugierige eine sinnvolle Anschaffung.

Zum Schluß. Die MIDI Heki Dachluke – unser Alptraum. Nachdem das Fliegenrollo seinen Dienst quittierte, hat sich jetzt auch die Kurbel, genauer das Kurbelgetriebe, verabschiedet. Öffnen funktioniert nur noch mit UnterstĂŒtzung und so richtig schließen ist auch nicht mehr. Wenn das Teil billig wĂ€re könnte man damit rechnen ist es aber nicht- dann lieber keine Dachluke. Wir freuen uns auf eine neue Luke, diesmal ein QualitĂ€tsprodukt.

Bis bald mit mehr News.

 

KM Stand 73.000 (Mai 2019)

Alt gegen neu, gut sieht es aus

Die vergangenen 4.000 km haben wir auf der Baja California und teils auf dem mexikanischen Festland, ohne Probleme zurĂŒckgelegt. Die Straßen sind teilweise in schlechtem Zustand so daß kurze Distanzen zu einer lĂ€ngeren Reise werden können. Der neue Turbo hat sich bewĂ€hrt. Der Ölverlust und Ansammlung Ölstaub sind abgestellt. Vor kurzem haben wir den Schlauch zum Intercooler ausgewechselt. Das Ersatzteil haben wir von unserem letzten Aufenthalt in Deutschland mitgebracht. Jeder FUSO Reisende sollte einen Ersatz dabei haben da die Kanten brĂŒchig werden können. Empfehlenswert sind auch höherwertige Schellen zu verwenden da die mitgelieferten zu schnell nachlassen. So ist der Luftfluß zum LadeluftkĂŒhler gesichert und alles lĂ€uft perfekt.

Zuletzt hatten wir ein Problem mit der Untersetzung. Das LĂ€mpchen am Kippschalter leuchtet nicht mehr, also lĂ€ĂŸt sich auch die Untersetzung nicht einlegen. Hm, großes Problem? Nein, sehr entspannt hat uns Sven Debus die Mechanik erklĂ€rt und die warscheinlichste Fehlerquelle genannt. Die Untersetzung wird mit Unterdruck gesteuert. Die Druckverteilung liegt unmittelbar rechts hinter dem Getriebe. Die SchlĂ€uche (ein dicker und 2 dĂŒnne) auf BeschĂ€digung prĂŒfen. Sollte der Unterdruck nicht an den Schaltzylindern ankommen ist an den SchlĂ€uchen was undicht. So bei uns, ein mikroskopisch kleines Löchlein das wir erst beim 3. Mal hinsehen entdeckt haben. Zum GlĂŒck nahe an der Schelle. Abgeschnitten, angeklemmt – fertig. LĂ€uft wieder. Wenn mans weiß, klingts einfach – war es dann auch.

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt kann es gerne wieder offroad gehen. Da macht unser FUSO viel mit. Trotz ges. Gewicht, Höhe und Bereifung gab es bisher wenig was wir nicht konnten – eher war es dann so dass wir uns nicht getraut haben.

 

 

Alleine im nowhere, weit und breit keine Hilfe – hier gilt fĂŒr uns Vernunft vor Mut.

 

 

 

Zur Zeit sind wir mit unseren KCT Fenstern beschĂ€ftigt. Hier regnet es wenig, so wird man auf den Fehler nicht aufmersam. Mittlerweile sind wir im Hochland Mexikos und die Regenzeit beginnt. An einem unserer Fenster tritt Wasser durch den Fenstergriff ein, bei einem weiteren durch die Dichtung zwischen Box und Fensterrahmen (wir versuchen seit lĂ€ngerer Zeit das Leck zu finden – schwierig … ). Wie sich das weiter entwickelt schildern wir bei unserem nĂ€chsten Bericht.

 

KM Stand 69.000 (Dezember 2018)

Bevor wir nach Mexico weiterreisen sehen wir zu das an unserem Haus alles soweit gut ist. Das Ölproblem haben wir bislang nicht komplett in den Griff bekommen. Die Ferndiagnose unseres FUSO Service Kunzmann rĂ€t uns u.a. besser den Turbolader zu wechseln – sicher ist sicher. Kunzmann und ADAC schaffen es die Ersatzteile in nur 3 Tagen von Stockstadt nach MĂŒnchen und dann Seattle zu senden. Nachdem die ZollformalitĂ€ten erledigt sind wird das Teil bei System Seven FUSO Seattle fachmĂ€nnisch, kompetent und unkompliziert eingebaut. In der US Version ist ein Twin Turbo verbaut, das hat erst etwas irritiert dann lief der Einbau problemlos. Der Motor lĂ€uft um einiges runder, der LĂŒfter springt nicht mehr stĂ€ndig an und der Ölverlust hat sich auf eine vertretbare Menge Ölstaub rerduziert. ZusĂ€tzlich haben wir jetzt Silikonband im GepĂ€ck. Das verschließt auch undichte Stellen im Motorraum, selbst thermische Belastungen und starke DrĂŒcke verkraftet das Band gut. Sollte in keinem Werkzeugkasten fehlen. Das Magnetventil der ToillettenspĂŒlung hat das Band erfolgreich abgedichtet. Wir haben unsere Reifen rotiert. Hintere nach vorne, hinten neue. Die alten vorne sind jetzt die ErsatzrĂ€der. Das Wuchten bereitet einige Probleme  (Den Einsatz von Beads empfehlen wir nicht, auch wenn viele Trucker darauf setzen).  Wir mussten dafĂŒr einen guten Service finden, den gibt es in Oxnard bei Parkhouse Tires. Top Service, die richtige AusrĂŒstung („Road Force“ Equipment) und Leute die wissen wie man sie bedient. Jetzt kann es weiter gehen.

KM Stand 59.000 (August 2018)

Oft erwecken wir (zu) viel Aufmerksamkeit. Unser Haus ist GesprÀchsthema auf den ParkplÀtzen von SupermÀrkten, Trailheads, Ortschaften oder einfach beim Stop an der Ampel. PopulÀr in den USA sind aktuell die Sprinter von Sportsmobil.

Schöne Fahrzeuge mit IndividualitÀtsfaktor, zugeschnitten auf den US Markt. Einen emotionsarmen Kurzbesuch hatten wir noch bei Earthroamer in Colorado.

 

 

Es hat bis 45 Grad und selbst in den Bergen gerne 37 – 40. Der LĂŒfter setzt frĂŒh ein. FĂŒr mehr „kĂŒhle“ Luft haben wir vorerst den Unterfahrschutz abmontiert. Optisch fehlt jetzt was, wir werden dem Blech ein paar Löcher verpassen, dann geht’s wieder.

Unterfahrschutz vorlÀufig abmontiert

 

Unser Haus schlĂ€gt sich tapfer durch die Rockies in Colorado. Wir sind mehrere Wochen auf Höhen zwischen 2.000 und 3.400 m. Bisher lĂ€uft der Motor rund. Die Regeneration macht schliesslich Probleme und brennt nicht frei. Nach mehreren Versuchen auf 1.500 m Höhe klappt es dann. Endlich können wir auch unser Höhenkit testen. Tja, extreme Rauchentwicklung ist das Ergebnis. Also schalten wir das Ding wieder ab auf Normalbetrieb. Wir sind mittlerweile auf Meereshöhe und brauchen den Kit erstmal nicht. Eventuell zieht die Leitung Luft … mal prĂŒfen.

Bei KM Stand 56.000 haben wir starken Ölstaub Austritt am Schlauch zur LadeluftkĂŒhlung. Der Schlauch ist leicht beschĂ€digt, also sollte gut in den Griff zu bekommen sein. Eine Fehlermeldung begleitet das PhĂ€nomen : Code SPN 520496 FMI 2 (hĂ€ngt mit einem Sensor AB zusammmen). Der Originalschlauch ist in den USA nicht erhĂ€ltlich. Der US Diesel nutzt hier andere Teile und ist anders aufgebaut, schade. FĂŒr alle Reisenden – noch ein Teil zum mitnehmen.

Öl
US Modell
EU Modell

Unsere Frontscheibe hat sich mit dem Steinschlag aus Alaska bisher sehr gut gehalten. Bis Wyoming jedenfalls, dann hat der Hagelsturm den Riss verlĂ€ngert und seitdem wandert er fröhlich weiter. Wir beschließen das hier nicht reparieren zu lassen. Manchmal wird es danach schlimmer… . Jetzt noch zu unserer Toilette. Wir haben das Modell C 263 von Thedford. Bisher eine bequeme Ausstattung. Seit kurzem ist aber die SpĂŒlwasser Zufuhr undicht. Erfahrungsberichten nach, könnte es ein verkalkter Magnetschalter sein. Wir versuchen bei einer Thedford Vertretung in Seattle schlauer zu werden. Das Original Teil ist, laut Thedford Deutschland, jedenfalls nicht in den USA zu bekommen. Wir versuchen es mit Entkalker … .

Es gibt immer etwas zu tun … heute aber nicht.

Lazy

 

35.000 km spÀter (Dezember 2017)

Von Halifax bis Vancouver Island einmal durch Kanada. Das sind schon knapp 8.000 km. Wir durchqueren toughe Wildniss und erleben Wetterkapriolen von SchneestĂŒrmen bis Gewitter und Hitze. Unser FUSO macht das gut. Lediglich eine StoßdĂ€mpfer HĂŒlse verabschiedet sich – die wird von den „Heavy Equipment“ Jungs in Bathurst New Brunswick unkompliziert, schnell und super sympathisch wieder ange“tackt“.

Den KĂ€ltetest besteht unser Haus wĂ€hrend einem Schneesturm in Dryden, Ontario  auf dem Trans Canada Highway. In kĂŒrzester Zeit nur noch Eis und Schnee, der Highway Richtung Westen wird gesperrt. Am nĂ€chsten Morgen hat unser Haus einen Eispanzer von ca 4 cm. Unsere Heizung arbeitet tadellos, wir haben es sehr gemĂŒtlich. Inklusive Heizung ist unser Diesel Verbrauch moderat und liegt bei 17 l /100km. SpĂ€ter ohne Einsatz unserer Heizung sind wir bei 15,6 l – nicht schlecht.

 

 

Unsere Pistenerfahrung sammeln wir auf zahlreichen Backroads z.B. im Yukon, Alaska oder z.B. Utah. Wir kommen einigermaßen voran. Allerdings gibt es in puncto Fahrkomfort noch Luft nach oben. Die erste Modifikation bei W&W hat geholfen und den unfahrbaren Originalzustand eindeutig verbessert. Progressivere Federn und angepaßte DĂ€mpfer werden wir bei RĂŒckkehr bestimmt ergĂ€nzen. Erste Lösungen sind auf dem Weg und sogar schon im Einsatz. Weitere werden in den USA fĂŒr den FUSO  z.B. von Earth Cruiser, ATW und Global Expedition Vehicles eingesetzt.

Unsere Michelin X Multi D sind fĂŒr die Straße und Pisten ein guter Kompromiss. Ruhiges Laufverhalten, gute Kilometerleistung und robust, auf schneebedeckter Straße brauchbar. Allerdings auch beherzter Steinesammler – die ungeschĂŒtzten Teile am Unterboden werden bombardiert. Auspuff und alles drum herum stehen unter Dauerfeuer. Ein Schutzblech ist ratsam.

 

 

 

Wir haben schnell viele Fans – Menschen winken uns zu, strecken die Daumen hoch. Fahren neben uns her, machen Bilder, wollen unseren FUSO sogar kaufen. Einige ausgewanderte Deutsche Trucker begrĂŒĂŸen uns, sogar der Lokomotiv FĂŒhrer der Canadian Pacific hupt uns zu. Kenner wie auch weniger informierte finden ihn klasse. Das kompakte Maß, Miles per Gallon, you can go everywhere … sind nur einige der GrĂŒnde.

Allerdings gibt es einen Makel der mit uns reist und oft thematisiert wird. „Your tires are to small“, „Das ist keine Offroad Bereifung“, „DonÂŽt get into Mud and Sand“ … wird oft geschmunzelt. Es gibt Alternativen ĂŒber die wir nachdenken – fĂŒr irgendwann spĂ€ter einmal.

Wir bestellen bei einem Michelin HĂ€ndler doch noch einen 2. Ersatzreifen da der X Multi D oft nur mit lĂ€ngeren Lieferzeiten zu bekommen ist – Preis ca. 750.- USD incl. Tax.

 

… doch etwas groß …
.

 

 

Das FUSO Service Netz in Nordamerika ist o.k.. Wir vereinbaren einen Service Termin bei FUSO Portland. Alle benötigten Filter sind auf Lager. Die Werkstatt ist gut ausgerĂŒstet, die Leute hier sind motiviert und kennen sich mit FUSO aus. Das Arbeitsergebnis und Preise sind o.k.. Unter www.mitfuso.com findet man die nötigen Adressen.

In mitten der Redwoods haben wir dann unser erstes ernsthaftes Problem. SÀmtliche Warnleuchten veranstalten ein wahres Leuchtspektakel. Die Batterie ist platt, nein schlimmer die Lichtmaschine ist kaputt. Per Ferndiagnose bekommen wir von Fa. Kunzmann und T. Strupeck die BestÀtigung.

Sonst eigentlich ein kleines Problem, wenn die nĂ€chste FUSO Werkstatt nicht ca. 600 km entfernt wĂ€re – nĂ€mlich in San Francisco. (Hatte mich morgens  gewundert dass der Warnton der ausgezogenen Treppe nicht funktioniert). Wir dĂŒrfen mit Erlaubnis der sonst gnadenlosen Ranger im Redwoods N.P. ĂŒbernachten und konnten am nĂ€chsten Tag mit ĂŒberbrĂŒckten Bordbatterien bis San Francisco weiterfahren. Klar bei Ankunft ist Wochenende, macht aber nix. Wir stehen wunderbar mitten in Presidio in bester Gesellschaft von Irmagard und Klaus, tollem Wetter, netten Anwohnern und Events in LaufnĂ€he.

Service bei FUSO in Portland
FUSO San Francisco
LiMa ist hin. Bordbatterie ĂŒberbrĂŒckt

 

Jeder Handgriff sitzt

 

Bei FUSO San Francisco klappt dann alles vom feinsten. Die identische LiMa ist am Lager und nach kurzer Zeit eingebaut. Preis ca. 850.- USD. Firma Kunzmann setzt eine GarantieĂŒbernahme fĂŒr uns durch (obwohl sie dafĂŒr gar nicht zustĂ€ndig wĂ€ren) – im Augenblick können wir uns „nur“ sehr fĂŒr den Einsatz bedanken. Im ĂŒbrigen haben wir einen der zwei Ladebooster abgeklemmt – das ist völlig ausreichend und schont die neue LiMa.

Unser Trip verlĂ€uft sonst ohne nennenswerte Probleme. Zum Schutz vor Steinschlag und den unzĂ€hligen Fliegtieren haben wir unsere Scheinwerfer mit klappbaren Plexiglas Scheiben und den Motor mit robustem Fliegengitter geschĂŒtzt. Simpel, super effektiv und haltbar – Kosten 20.- USD. Eine kleine Macke hat dann die Windschutzscheibe abbekommen.

 

Scheinwerfer- und KĂŒhlerschutz
Backroad camping

 

 

Aktuell machen die Bremsen mit lautem quietschen auf sich aufmerksam – nur beim bremsen. Das ist auf Dauer etwas lĂ€stig. VerstĂ€rkt tritt das im Stadtverkehr in Stop and Go Situationen oder im Gebirge auf, wenn die Motorbremse nicht immer ausreicht. Die BelĂ€ge stellen sich wohl nicht komplett zurĂŒck und lösen zudem die gelbe ABS Leuchte aus. Die erlischt dann am nĂ€chsten Tag von alleine. Bleibt ein nĂ€chster Gang zum FUSO Service. Auf keinen Fall empfehlen wir den in Las Vegas. Die glĂ€nzen durch mangelnde Motivation und Lust am Job. San Diego wird wohl unser nĂ€chstes Ziel sein – mal sehen.

 

So ging es los

 

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Fahrgestell auf dem Weg
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Sieht mit single Bereifung schon besser aus. Wird spÀter wegen tech. Probleme abgeÀndert

 

 

 

 

 

 

 

 

Zuerst das Fahrgestell, dann hat unser FUSO neue Schuhe bekommen, eigenen Strom und Möbel. Fertig, unser „Haus“. Der Ausbau lief reibungslos und hat sich wĂ€hrend der 1. Ausfahrt, 5 Monate durch England, Schottland, Irland, Wales und Frankreich bewĂ€hrt. Der Floorplan und Ausstattung sind perfekt auf unsere BedĂŒrfnisse abgestimmt.

Na so schnell gings dann auch nicht . Dem gingen zahlreiche Stunden, Tage, Wochen, Monate und Jahre an Vorbereitungen voraus. Besuche auf der Allrad in Bad Kissingen, BenzingesprĂ€che mit Branchenkennern, Individual Reisenden, Konsultation einiger Mobil Manufakturen und Testfahrten bevor wir uns entschliessen alles mit Woelcke in Heimsheim zu realisieren. Dort haben wir uns bestens beraten und aufgehoben gefĂŒhlt.)

Unser zu Hause auf 10qm

 

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Rohbau
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LĂ€uft

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Wohn-, Ess-, Schlaf- und Aussichtsszimmer
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KĂŒche, Aufenthaltsraum und Eingang …

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Guten Tag, allzeit gute Fahrt!
Im Einsatz, an einem tollen Platz irgendwo in Wales

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Zwischenzeitlich sind wir ca. 15.0 tsd Km in Europa gefahren und haben verschiedene Anpassungen am Auto vorgenommen. Wir haben uns von den Michelin XZL Reifen getrennt und reisen jetzt auf Michelin x Multi D. In Kombination mit der Optimierung von Federn und DĂ€mpfern, die bei W&W in LĂŒdenscheid  vorgenommen wurde, eine gute Investition. Das Fahrverhalten ist qualitativ um einiges gestiegen. Die Federwege sind grĂ¶ĂŸer, das schlingern auf der Hinterachse ist verschwunden und mit der neuen Bereifung haben wir einiges mehr Spielraum an Traglast. FĂŒr mehr Komfort haben wir noch eine 2. Batterie verbaut, denn Strom wird ausreichend von unserem Fahrzeug produziert und möchte gespeichert werden. Jetzt können wir unsere Gas VorrĂ€te schonen. Auf unseren Routen ist nicht ĂŒberall Nachschub garantiert.

Einen zusĂ€tzlichen Kraftstofffilter (original Teile Mercedes Benz) hat uns Kunzmann in Stockstadt verbaut. Zudem ist der KĂŒhlmittel AusgleichsbehĂ€lter jetzt hinter die Fahrerkabine , unerreichbar fĂŒr unbeliebte Spaßvögel, gewandert. 

Die Organisation im Laderaum ist abgeschlossen und alles hat seinen Platz gefunden. Die Edelstahl Schlosserei Volk vollendet unsere Idee, eine abnehmbare Treppe mit Ersatzrad-Galgen zu vereinen, einfach perfekt.

 

 

Als Galgen fĂŒr den Flaschenzug
Als abnehmbare Einstiegshilfe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ordnung (vorĂŒbergehend)
Endlich aufgerĂ€umt. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Untenrum

fĂŒr Interessierte haben wir hier die Verbindung vom Fahrgestell zum Zwischenrahmen und Kabine dokumentiert. Auf Grund der KrĂŒmmung vom Fahrgestell zum Fahrerhaus hin ist der Zwischenrahmen erhöht angebracht. Am Heck ist er ausziehbar, bietet Platz fĂŒr sperrige Ladung und spart zudem bei der Verschiffung zusĂ€tzliche Frachtkosten. Unsere 5 stufige Alu Leiter verschwindet bei Nichtgebrauch auf 2 Laufschienen unter der Kabine. Vergisst man vor Abfahrt die Leiter zu verstauen ertönt ein unangenehmes Piepen im Fahrerhaus. Oft verwenden wir aber auch unsere Notleiter (siehe oben „abnehmbare Einstiegshilfe“).

 

Aufbau – Kabine auf  Zwischenrahmen mit Lagerung
Kabine auf Zwischenrahmen, vorne
Verbindung Zusatzrahmen mit Kabine
ZusÀtzlicher Platz, Ausziehbarer Zwischenrahmen

 

Eintritt

3 Gedanken zu „Unser Haus

  • 27. MĂ€rz 2018 um 13:57
    Permalink

    Hallo Markus Ranner, vielen Dank fĂŒr Deine Anfrage. Wir haben die Bilder in unserem Bericht „Unser Haus“ ergĂ€nzt. Wen Du weitere Fragen hast – einfach melden. Viele GrĂŒĂŸe Wolf16

  • 23. MĂ€rz 2018 um 20:21
    Permalink

    Hallo zusammen
    Ich bin an der Planung von einem Ă€hnlichen Fahrzeug wie ihr eines habt. WĂ€re es möglich mir ein paar Fotos vom Zwischenrahmen zukommen zu lassen? (und wie „das Haus“ darauf befestigt ist?
    Beste GrĂŒsse
    Markus

  • 12. Dezember 2017 um 16:03
    Permalink

    Klasse gemacht! Top Planung und Umsetzung…..jetzt: slow Forward!

Kommentare sind geschlossen.