Guatemala – so ganz anders
Der Grenzübergang von Mexico nach Guatemala ist speziell. Da ist eine Schranke mitten in einer Stadt mit Markständen, Gewusel, Musik, Geldwechsler und freundlichen Menschen. Man schiebt uns erst zur Migracion dann zum Zoll, wieder zurück zum Bezahlen und zwischendurch noch Pesos in Quetzal tauschen … übrigens zum besseren Kurs als bei den Banken. Alles ist in knapp 45 min erledigt, unser Auto bekommt einen kurzfristigen Import Aufkleber, die Schranke öffnet sich manuell und wir werden entlassen auf eine enge Straße (die Panamericana) mit hunderten von Verkaufsständen rechts und links. Die Challenge ist hier durchzufahren und Ruhe zu bewahren, denn irgendwie hat man ständig das Gefühl jemanden oder etwas zu überfahren.
Der Lake Atitlan, viele sagen er hat etwas spirituelles. Das finden wir jetzt nicht unbedingt aber er ist sehr schön mit fantastischem Ausblick auf die aktiven Vulkane. Wir stehen direkt am See, eventuell aufkommendes spirituelles Feeling wird von der Bar nebenan sofort erstickt … die laute Musik stoppt nicht vor 1 Nachts. Ist aber eine sehr coole Bar btw. Weihnachten verbringen wir gemeinsam mit 8 anderen europäischen Reisenden, sehr gemütlich mit leckerem selbstgekochtem Essen.
Wir machen einen Ausflug nach Chichicastenango ins Dorf der Quiche-Mayas. Hier ist Sonntags Markt und heute ist auch noch das Fest des Heiligen San Tomas. Wir wollen jetzt nicht den Hintergrund und die Zeremonien genau beschreiben, (wen es interessiert der kann es googeln) wir können nur sagen: Total verrückt. Noch bunter als alles was wir bis jetzt gesehen haben, noch lauter: es spielen 4 Bands im Abstand von jeweils 50 m mit unglaublicher Lautstärke. Viele, viele Menschen alle max 1,50 groß in wunderschönen Kleidern. Maya Tänzer, Böller … wir sind danach völlig geflasht und fertig. Mehr geht nicht, wir entscheiden das wir in absehbarer Zeit keinen Markt mehr besuchen müssen.
Der Weg nach Antigua ist nicht weit. Hier wollen wir Sylvester feiern. Gute Entscheidung denn hier gibt es gefühlte 1000 Bars. Viele Backpacker und sonstige Touristen. Wir dürfen im Park der Touristen Polizei übernachten und können zu Fuß alles erreichen. Die Stadt ist schön und kolonial (was man von anderen Städten in Guatemala nicht sagen kann, denn diese sind meist nicht schön). Der Vulkan El Fuego spuckt in der Ferne Lava. Viele Kirchen sind von mehreren Erdbeben zerstört und wurden nicht mehr aufgebaut. Silvester essen wir libanesisch, nehmen ein Cocktail in der Charleston Bar und enden im London Pub bei live Musik. Ein toller Silvestertag.
Hier trennen sich die Wege von unseren Reisegefährten. War eine schöne Zeit. Bis irgendwann.
Videos:
1. Public viewing Antigua
2. Strassen Musik
3.Grenzübergang Mexico/Guatemala
4. London Pub Silvester
Ihr Lieben,
ich bin immer wieder begeistert von Euren superschönen Fotos und den wunderbaren Eindrücken welche Ihr so schön in Bildern festhalten könnt. Superb! Danke dafür:)
Herzliche Grüsse,
Roland